
Wer an Soziale Netzwerke denkt, kommt sofort auf Facebook, Xing oder LinkedIn. LinkedIn und Xing legen das Hauptaugenmerk auf professionelle Kontakte, anders als Facebook, bei dem der Austausch privater Informationen im Vordergrund steht. An myON-ID denkt dabei zunächst niemand.
Das hat Gründe. Während sich soziale Netzwerke wie Facebook, Xing oder die VZ-Palette direkt als soziale Netzwerke zur Pflege privater oder geschäftlicher Kontakte positioniert hatten, durchlief myON-ID eine mehrstufige Metamorphose. Das Münchener Startup ging 2007 mit einem Tool zum Reputationsmanagement online. Der Erfolg war mäßig, da Reputationsmanagement zu der Zeit kein Thema war.
In der Folge richtete sich myON-ID neu aus und positionierte sich als deutsche Alternative zu Personensuchmaschinen wie z.B. yasni. Aber auch diese Neuausrichtung brachte scheinbar nicht den erhofften Erfolg, so dass im Februar 2009 ein erneuter Relaunch erfolgte, der sich teilweise an die Wurzeln Reputationsmanagement orientierte, später aber mit zusätzlichen Features ausgestattet wurde. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit, Inhalte anderer Seiten, etwa ein Blog oder seine Twitter-Timline in einen ‘Contentstream’ einzubinden und auf myON-ID zu veröffentlichen. Außerdem kam ein Dienst zum ‘Micro-Blogging’ hinzu, der auch längere Einträge zulässt. Damit hat sich myON-ID zum Werkzeug zum professionellen Networken gemausert.
Die Möglichkeiten, die myON-ID bietet, sind vielfältig und – das ist für Einsteiger wichtig – leicht und intuitiv nutzbar. Es können mehrere Einzelseiten angelegt werden, für die Templates zur Verfügung stehen. Aber auch völlig individuell gestaltete Seiten sind möglich.
Zentrales Element eines myON-ID-Accounts ist der ‘Contentstream’, der die externen Aktivitäten des Nutzers zusammenfasst. Über den Freundefinder gibt es die Möglichkeit festzustellen, welche Nutzer auf myON-ID dem eigenen Twitter-Account folgen oder sich im Google- oder Yahoo-Mailadressbuch befinden. Diese kann man als Kontakte hinzufügen. Danach werden die neuesten Informationen aus dem Kontakt- und Freundesnetzwerk sekundenaktuell im eigenen ‘Contentstream’ angezeigt.
myON-ID wird zum Blog
Der ‘Contentstream’ lässt sich auf einfache Weise um eigene Einträge erweitern. Dabei kann es sich sowohl um kurze Status-Meldungen als auch längere Blogeinträge handeln. Die Texte können formatiert und mit Bildern und Videos angereichert werden. Auch YouTube-Videos, Karten von Google Maps oder Fotos von Flickr können eingebettet werden.
Das ‘Monitoring’ dient zur Überwachung der Onlinereputation. Wöchentlich (beim Premium-Account täglich) durchsucht myON-ID mit eigenen Crawlern das Netz nach Einträgen über den Account-Inhaber. Standardmäßig wird nach dem Namen gesucht, beim Premium-Account sind zusätzliche Suchbegriffe möglich. Die Treffer werden in einer gelistet. Seit neuestem bietet myON-ID das Reputation Management Ruflotse an.
myON-ID hilft dabei, die eigene Suchmaschinenoptimierung (SEO) zu verbessern, denn das myON-ID Profil ist automatisch dafür optimiert. Außerdem hat jeder User die Möglichkeit den Google Eintrag selbst zu bestimmen. In ein Modul ‘Interessen’ können Begriffe eingetragen werden, unter denen man bei Google gefunden werden will. Die Schlagworte, die bei myON-ID in ‘Interessen’ eingetragen wurden, sind dann auch diejenigen, die bei Google mit dem myON-ID Profil angezeigt werden.
Fazit
myON-ID, das sich selbst als ‘Personal Branding Portal’ definiert, hat sich im Laufe der Zeit zu einem Werkzeug für professionelles Networking gemausert. Es kann als Kontrollzentrum für alle Netzaktivitäten eingesetzt werden. Es bündelt eigene und Fremdbeiträge zu einem ‘Contentstream’ und der integrierte Mini-Blog ermöglicht es, eigene Informationen ohne großen Aufwand direkt zu publizieren. Die Nutzung ist denkbar einfach, die Oberfläche übersichtlich und aufgeräumt. Zwar hat myON-ID mit rund 50.000 Nutzern deutlich weniger Verbreitung als andere Netzwerke, das Potenzial, das in myON-ID steckt, ist jedoch enorm.
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Mario Grobholz, Hans Ulrich Reußer, Herbert Peck, KMU am Eck, KMU am Eck und anderen erwähnt. KMU am Eck sagte: Als Social Media – Plattform unterschätzt: myON-ID – http://tinyurl.com/ygqhvhz [...]
Xing hat seinen Horizont eh schon lange überschritten, und ist nicht mehr cool. Schön, dass sich my on id so gut entwickelt. Viel Erfolg weiterhin
Voraussetzung für den ‘Contentstream’ ist aber, dass man sich bei allen aggregierten Quellen via nyON-ID angemeldet hat, richtig?